Das Wichtigste auf einen Blick:
Ein einziges Foto hat genügt, um Sie zu überzeugen: Ihr Badmöbel entsteht aus Ikea Metod Korpussen – oder gar nicht. Was das Design angeht, steht Ihr Plan bereits fest: Rattan, eine wasserfeste Sandsteinplatte und Messinggriffe. Was die technische Umsetzung betrifft, sind jedoch noch ein paar Fragen offen. Wie verläuft der Siphon? Was ist bei den Wasseranschlüssen zu beachten? Und lassen sich Schubladen problemlos nutzen? Bevor Sie zum Werkzeugkasten greifen, fasst Plum Living alle wichtigen Punkte zusammen, die Sie bei der Gestaltung Ihres Badmöbels aus Metod Korpussen beachten müssen.
Alles hängt vom Stil des Möbelstücks ab, das Sie kreieren möchten. Die 80 cm hohen Metod-Unterschränke eignen sich ebenso hervorragend wie die 40 oder 60 cm hohen Wandmodule. Aber Achtung: Sie lassen sich zwar an alle Wünsche anpassen, wurden von Ikea jedoch nicht als Badmöbel konzipiert. Daher müssen Sie die Rückwand und die Oberseite vor Ort selbst durchbohren, um Platz für Armaturen und Rohrleitungen zu schaffen.
Ein Badmöbel lässt sich nicht ohne Siphon planen. Einzige Schattenseite: Er nimmt Platz weg. Wenn es Ihr Renovierungsprojekt zulässt, greifen Sie am besten zu einem Raumsparsiphon (extra-flach), um den Platzbedarf zu minimieren. So gewinnen Sie wertvollen Stauraum. Während der Siphon bei einem Korpus mit Türen kein größeres Problem darstellt, wird es bei Metod-Modulen mit Maximera-Schubladen etwas kniffliger!
Denken Sie an einen Raumsparsiphon, der Platz im vorderen Bereich des Korpus spart. So können Sie oben im Möbelstück eine Schublade mit 37 cm Tiefe einsetzen und unten – je nach Höhe Ihres Korpus – eine oder mehrere Schubladen mit 60 cm Tiefe verbauen. Eine weitere Option: Entscheiden Sie sich für eine 40 cm hohe Schubladenfront, die auf einer niedrigen Maximera-Schublade montiert wird, um das Problem geschickt zu umgehen.
Hier lässt sich die Karte des Raumsparsiphons nicht ausspielen: In einem 37 cm tiefen Korpus reichen die Schubladen zwangsläufig bis ganz nach hinten. Die Lösung: eine 20 cm hohe Front, die an einer niedrigen Maximera-Schublade montiert ist. Mangels flachem Siphon wird der Schubladenboden ausgeschnitten, um den Siphon nicht bei jedem Öffnen abzureißen. Effektiv, aber wenig ästhetisch… Verzichten Sie in jedem Fall auf 10 cm hohe Schubladenfronten: Sie sind mit einem Siphon unvereinbar – selbst mit einem extra-flachen. Und wenn Sie unbedingt darauf bestehen, legen Sie die obere Schublade still, um eine reine Blende zu schaffen.
Zwischen der Wahl des passenden Korpus und der Suche nach dem idealen Siphon hätte man die Frage der Rohrleitungen fast vergessen. Dabei ist sie essenziell! Wenn Sie sich für ein Module mit 60 cm Tiefe entschieden haben, gibt es kein Problem am Horizont: Wie bei Küchenspülen bietet die Größe des Korpus ausreichend Platz, um Wasserzuläufe und -abflüsse problemlos zu verlegen.
Die kompakteren Module mit 37 cm Tiefe vertragen sich nur schwer mit den Wasserleitungen: Wenn Sie diese im Inneren des Korpus verlegen, verlieren Sie wertvollen Platz. Und weg ist der Stauraum, den Sie eigentlich so dringend brauchen! Am besten planen Sie Ihr Raumkonzept bereits vor der Renovierung und sehen eine Verkleidung (Abkofferung) hinter dem Korpus vor, in der Wasserzuläufe und -abflüsse verschwinden. Die gute Nachricht: Darin können Sie direkt Ihre Unterputz-Armaturen integrieren und die entstandene Ablagefläche nutzen, um zusätzlichen Stauraum zu schaffen.